Fake-Support-Betrug zählt aktuell zu den häufigsten Angriffsformen im Alltag. Täter kombinieren technische Manipulation mit psychologischem Druck und geben sich am Telefon als bekannte Anbieter aus, etwa als „Microsoft-Support“. Ein aktueller Fall zeigt, wie professionell diese Betrugsmaschen inzwischen umgesetzt werden: Ein 78-jähriger Betroffener wurde nach einem Trojaner-Angriff dazu verleitet, rund 600 Euro an Kriminelle zu überweisen.
Wichtig ist dabei eine klare Einordnung: Microsoft nimmt niemals unaufgefordert telefonisch Kontakt auf. Auch andere große Anbieter leisten keinen spontanen „Support-Anruf“, um Sicherheitsprobleme zu melden oder Fernzugriff anzufordern.
Dank des schnellen Eingreifens unseres Teams konnten die Daten des Betroffenen vollständig gesichert und wiederhergestellt werden.
Typischer Ablauf: So arbeiten Fake-Support-Betrüger
In vielen Fällen folgt der Angriff einem ähnlichen Muster:
Technischer Vorwand
Betroffene werden durch Schadsoftware, Pop-up-Meldungen oder vermeintliche Systemwarnungen verunsichert. Häufig wird behauptet, das Gerät sei „infiziert“ oder „gesperrt“.
Kontaktaufnahme und Vertrauensaufbau
Täter rufen an oder lassen sich anrufen und treten professionell auf: mit Fachbegriffen, angeblichen Ticketnummern und klaren Handlungsanweisungen.
Fernzugriff und Kontrolle
Ziel ist fast immer der Zugriff auf den Computer, um Einstellungen zu verändern, Daten auszulesen oder Zahlungen vorzubereiten.
Zahlungsforderung unter Druck
Es werden „Servicegebühren“, „Sicherheitslizenzen“ oder „Entsperrungen“ verlangt, oft verbunden mit Zeitdruck und Drohungen.
Schutzmaßnahmen: Was Sie unbedingt beachten sollten
Diese Grundregeln senken das Risiko deutlich:
- Gewähren Sie unbekannten Anrufern niemals Zugriff auf Ihren PC.
- Geben Sie keine Passwörter, TANs, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen heraus.
- Leisten Sie keine Zahlungen aufgrund von Telefonanweisungen oder Pop-up-Forderungen.
- Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Druck aufgebaut wird oder Zweifel bestehen.
- Kontaktieren Sie im Verdachtsfall direkt Fachleute oder Ihren IT-Dienstleister.
Cyberkriminalität betrifft längst nicht mehr nur Unternehmen. Privatpersonen geraten ebenso in den Fokus, insbesondere wenn Täter gezielt Unsicherheit ausnutzen und Handlungsdruck erzeugen.
MBAG: Unterstützung im Ernstfall und präventive Absicherung
Die MBAG unterstützt Sie bei Verdachtsfällen und nach einem Vorfall schnell und strukturiert: von der Soforthilfe über Datensicherung und Wiederherstellung bis hin zu Sicherheitschecks und präventiven Maßnahmen, damit ähnliche Angriffe künftig abgewehrt werden können.
Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben oder Unsicherheiten bestehen, ist eine frühzeitige Prüfung sinnvoll. Eine kurze Einschätzung kann helfen, größeren Schaden zu vermeiden.




